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Das gilt aktuell im Kanton Zürich

Gelingt es uns, das Coronavirus in Schach zu halten? Mit diesem Artikel behalten Sie die Übersicht über die Lage und die Regeln in Zürich.

Timo Grossenbacher
Wird ständig aktualisiert
Im Kanton Zürich gab es in den letzten sieben Tagen 1078 Neuinfektionen (-17 Prozent im Vergleich zur Vorwoche). Zum Vergleich: Schweizweit wachsen die bestätigten Fälle schneller (-12 Prozent im Vergleich zur Vorwoche). Die 14-Tage-Inzidenz im Kanton beträgt somit 154 Neuinfektionen auf 100'000 Einwohner (Gesamtschweiz: 174).
Gemäss letztem Stand wurden bisher 93'499 Impfdosen gespritzt (6,1 Dosen auf 100 Personen, Gesamtschweiz: 7,1).
Aktuell befinden sich 148 Personen in Spitalpflege, davon werden 31 künstlich beatmet. Seit dem Ausbruch des Coronavirus sind im Kanton 1265 Personen an den Folgen von Covid-19 gestorben.
Zuletzt aktualisiert am 22.2.2021, 23:00

Aktuell gelten folgende Regeln:

An seiner Sitzung vom 13. Januar hat der Bundesrat die schweizweit einheitlichen «Basismassnahmen» weiter verschärft und teilweise verlängert. Wichtig: Die Kantone können weiterhin strengere Massnahmen beschliessen (siehe unten). Bis auf weiteres gilt schweizweit folgendes:

  • Öffentliche Veranstaltungen sind verboten.
    • Ausgenommen sind religiöse Feiern (bis maximal 50 Personen), Beerdigungen im engen Kreis, Versammlungen von Legislativen und politische Kundgebungen.
  • Im Freundes- und Familienkreis dürfen sich nicht mehr als 5 Personen treffen, Kinder eingeschlossen.
  • Zudem sind Treffen im öffentlichen Raum von mehr als 5 Personen verboten.
  • Der Betrieb von Diskotheken und Tanzlokalen ist verboten.
  • Der Betrieb von Gastronomiebetrieben ist verboten.
    • Takeaway-Angebote und Lieferdienste können weiterhin bis um 23 Uhr offen bleiben.
  • Sämtliche Sportbetriebe werden geschlossen.
    • Im Freien dürfen bis zu fünf Personen gemeinsam Sport treiben.
    • Kontaktsport ist drinnen sowie draussen verboten, Ausnahmen bilden Trainings und Proben von unter 16-Jährigen und Spiele im Profi-Bereich.
  • Sämtliche Kultur- und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen, etwa Museen, Kinos, Lesesäle von Bibliotheken (Ausleihe erlaubt), Casinos, botanische Gärten und Zoos.
    • Kulturelle Aktivitäten in Kleingruppen und von unter 16-jährigen Kindern und Jugendlichen bleiben möglich, Anlässe mit Publikum sind weiterhin verboten.
  • Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs sind geschlossen.
    • Lebensmittelläden, Kioske, Bäckereien, Tankstellenshops, Apotheken, Optiker, Hörgeräteläden, Telekomanbieter, Reparatur- und Unterhaltsgeschäfte, Wäschereien, Coiffeursalons, Bau- und Gartengeschäfte, Blumenläden dürfen offenbleiben.
    • Läden dürfen auch wieder nach 19 Uhr sowie sonntags Güter des täglichen Bedarfs verkaufen.
    • Weiterhin möglich ist auch das Abholen bestellter Waren vor Ort.
    • Dienstleister wie Coiffeursalons, Poststellen, Banken, Reisebüros, Solarien und Waschboxen dürfen offen bleiben, müssen aber zwischen 19 und 6 Uhr sowie sonntags schliessen – auch in Bahnhöfen und Flughäfen.
  • Es gilt eine Home-Office-Pflicht, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist.
    • Ansonsten gilt in Innenräumen einschliesslich Fahrzeugen eine Maskenpflicht, wenn sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält.
  • Es gilt für alle öffentlich zugänglichen Innenräume sowie für alle Zugangsbereiche des öffentlichen Verkehrs schweizweit eine Maskenpflicht, also zum Beispiel in Bahnhöfen, Flughäfen oder an Bus- und Tramhaltestellen.
    • Dies gilt auch draussen, zum Beispiel in belebten Fussgängerzonen, und im öffentlichen Raum, falls der Abstand nicht eingehalten werden kann.
    • Ebenfalls eine Maskenpflicht gilt in Schulen ab Sekundarstufe II.
    • Auch drinnen an der Arbeit müssen Masken getragen werden.
  • Das Singen ist nur noch im Familienkreis und in obligatorischen Schulen erlaubt.
  • In Skigebieten gelten grundsätzlich folgende Regeln:
    • In allen geschlossenen Transportmitteln, also z.B. in Zügen, Kabinen und Gondeln dürfen nur zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Das gilt für Sitzplätze und Stehplätze.
    • Auf allen Bahnen, auch auf Ski- und Sesselliften, gilt eine Maskenpflicht. Beim Anstehen muss Maske getragen und der Abstand eingehalten werden.
    • Kantone dürfen die Öffnung von Skigebieten nur erlauben, wenn es die epidemiologische Lage zulässt und es genügend Kapazitäten bezüglich Tests, Contract Tracing und Spitälern gibt.
  • Ab dem 8. Februar 2021 können Personen in 10-tägiger Kontaktquarantäne ab dem 7. Tag nach Vorweisen eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests dieselbe beenden.
    • Bis zum Ende der eigentlichen 10-tägigen Quarantäne muss die betroffene Person jedoch ausserhalb der eigenen Wohnung oder Unterkunft jederzeit eine Maske tragen und gegenüber anderen Personen 1.5 Meter Abstand einhalten.
  • Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss in Quarantäne. Es gelten Ausnahmen für Grenzregionen. Eine Übersicht finden Sie hier.
    • Risikogebiete sind als solche definiert, deren Inzidenz um mehr als 60 höher ist als die Inzidenz der Schweiz.
    • Bei der Einreise aus Risikogebieten oder wenn die Einreise per Flugzeug geschieht, muss ein negativer PCR-Test vorgewiesen werden. Mit dem Bundesratsbeschluss vom 17.2.21 sind auch Antigen-Schnelltests zugelassen sowie Kinder unter 12 Jahren von der Testpflicht ausgenommen.
    • Die 10-tägige Reisequarantäne kann bei negativem Antigen-Schnelltest oder PCR-Test ab dem 7. Tag abgebrochen werden.
  • Ab dem 8. Februar 2021 müssen grundsätzlich alle Einreisenden, auch aus Staaten ohne erhöhtem Ansteckungsrisiko, ihre Kontaktdaten angeben, falls sie per Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug einreisen.
  • Sämtliche Hochschulen müssen auf Präsenzunterricht verzichten.
  • Widerhandlungen gegen Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie werden explizit als Straftatbestände aufgeführt und können teilweise mit Ordnungsbussen bestraft werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 27. Januar beschlossen. Lesen Sie dazu auch unsere Erläuterungen.
  • Die Höhe der Busse beträgt je nach Delikt zwischen 50 und 200 Franken.
  • Übersicht verloren? Vielleicht hilft Ihnen unser Frage-Antwort-Artikel.
Zuletzt aktualisiert am 17.2.2021, 14:30

Der Kanton Zürich hat darüber hinaus folgende Massnahmen in Kraft gesetzt:

  • Im Gegensatz zu den schweizweiten Regelungen des Bundesrates müssen Take-Away-Betriebe im Kanton bereits um 22 Uhr schliessen.
  • Verkaufsläden müssen sich an die kantonale Sperrstunde von 22.00 bis 06.00 halten.
  • Menschenansammlungen bei politischen Kundgebungen dürfen höchstens 10 Personen umfassen.
  • Verboten sind Darbietungen oder Installationen, welche Menschenansammlungen im öffentlichen Raum verursachen.
  • Es gilt ein allgemeines Verbot von Prostitution.
  • In der Volksschule gilt eine Maskentragpflicht für alle erwachsenen Personen, auch im Unterricht. Ab 25. Januar bis Ende Februar gilt neu für alle Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse der Primarstufe auf dem Schulareal, in den Schulgebäuden und im Unterricht eine Maskenpflicht. Zudem sollen die kantonalen und privaten Mittelschulen bis spätestens am 1. Februar die Anzahl der täglich vor Ort anwesenden Schülerinnen und Schüler um rund die Hälfte reduzieren.
    • Obligatorische Lager sowie weitere Anlässe mit einer oder mehreren Übernachtungen dürfen bis auf weiteres nicht durchgeführt werden.
Zuletzt aktualisiert am 26.1.2021, 10:30

Tägliche bestätigte Neuinfektionen in Zürich

Durchschnitt der letzten 7 Tage
22.228.14.111.1217.1124.1030.96.913.820.726.62.69.515.422.327.204258501,2751,700234

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